Grundrechte für den avonDer Stadtrat von Bristol (England) hat die Avon-Charta verabschiedet und damit die Rechte des Avon auf Gesundheit und Lebenskraft anerkannt. Der Name „Avon“ ist keltischen Ursprungs, das Wort für Fluss. Der Avon fliesst durch die Städte Bath und Bristol und mündet in den Severn, dessen Wasser sich via keltische See in den atlantischen Ozean ergiesst. Die Avon-Charta nennt sieben Rechte, darunter das Recht auf Vertretung und Fürsprache sowie die Schaffung neuer Ämter in den Kommunalräten, die speziell dafür vorgesehen sind, bei Entscheidungsprozessen für den Fluss einzutreten. Bristol hat ein Amt geschaffen, dessen einzige Aufgabe darin besteht, den Avon zu vertreten. Die weiteren sechs Rechte sind: das Recht auf natürliches Bestehen, auf nachhaltigen Flusslauf, auf Freiheit von Verschmutzung, auf die Unversehrtheit der Artenvielfalt, auf Verbindung zur Gemeinschaft sowie auf Regeneration und Wiederherstellung. Die Charta ist nicht rechtsverbindlich. Sie zielt darauf ab im Rahmen des bestehenden Umweltrechts die nationale Politik mitzugestalten. Neben Bristol haben bereits fünf weitere Gemeinden (Winsley, Bath & North East Somerset, Keynsham, Bradford-on-Avon und Corton) die Avon-Charta verabschiedet. Quellen: Text GARN, Bild GoogleMaps Rechtsperson Reuss an der Loisach Das Loisachbündnis lädt vom 12.-18. September 2026 Botschafter und Botschafterinnen aus Aotearoa Neuseeland und Spanien nach Tirol und Bayern zu einer einwöchigen wandernden Konferenz ein. Vertreter und Vertreterinnen der Maori vom Whanganui River und der Lagune Mar Menor werden sich mit Flussanrainern und Flussanrainerinnen sowie Fachleuten im Loisachtal zum Austausch treffen zum Thema «Rechte der Natur» und zu einem DIALOG DER GEWÄSSER.
Der Whanganui River in Aotearoa Neuseeland wurde 2017 durch Gesetz als Rechtsperson anerkannt und gilt heute als einer der international bekanntesten Fälle der Rechte der Natur. Māori, die entlang des Flusses wohnen begreifen den Fluss als Ahnen, Die Salzwasserlagune Mar Menor in Spanien ist das erste Gewässer in Europa mit einer eigenen Rechtspersönlichkeit. Wird die Reuss-Initiative angenommen, wäre sie der erste Fluss in Europa mit einer eigenen Rechtspersönlichkeit. Während Rechte der Natur für unser Recht revolutionär klingen mach, ist es vor allem für viele indigene Völker selbstverständlich. Sie verstehen Menschen, Tiere, Pflanzen, Gewässer und Landschaften als miteinander verbunden. Auch die Reuss wird Teil dieses Austausches sein. Im Rahmen des Treffens finden neben internen Fachgesprächen und Führungen einige öffentliche Veranstaltungen statt, unter anderen am 15. September 2026 | 19:00 Uhr im Kloster Benediktbeuern, Don Bosco Saal (freier Eintritt). Das Loisachbündnis lädt zu einem DIALOG DER GEWÄSSER ein. Programm: Performance: Ruth Geiersberger Begrüssung: Claus Biegert und Stefanie Zoche Thematische Einführung: Matthias Kramm und Tina Rametsteiner Vorträge: Keria Ponga und Jade Mills (Whanganui River), Eduardo Salazar (Lagune Mar Menor), Lena Oberndorfer und Greta Lukasser (Isel), Markus Schaerli (Reuss) Musik: Liam O'Maonlai und das Duo HafnerBurgmayr |
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September 2026
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