Eine Bewegung schwillt an Ein Beitrag von Julian Rainer Purmann, der den Verein Rechtsperson Reuss und damit auch die Reuss an der diesjährigen Confluence of European Water Bodies an der Spree in Berlin vertreten hat.
In ganz Europa engagiert sich inzwischen eine ganze Reihe kleiner und grösserer Strömungen für die Rechte ihrer Gewässer. Bei der diesjährigen Confluence of European Water Bodies, zu der nach dem Mar Menor, der Lagune von Venedig und der Nordsee nun die Spree nach Berlin geladen hat, kamen viele dieser Bewegungen für Austausch und Vernetzung zwischen Wissenschaft, Kunst und zivilgesellschaftlichen Engagement zusammen. Während es vor vier Jahren nur eine Hand voll waren, sind inzwischen 58 Flüsse, Seen, Lagunen, Meere und Gletscher in diesem vielfältigen Netzwerk organisiert. Und auch die Reuss war präsent! Wie auch in den letzten Jahren gab es Workshops (etwa zur Gestaltungsmöglichkeit von Rechten der Natur oder das Erzählen mit Flüssen), Vorträge (z.B. zum Weg des Mar Menor zum ersten Europäischen Ökosystem mit subjektiven Rechten) und Performances (etwa einem experimentellen Rat der Spree, in dem die Teilmehmer*innen je eine Flussspezies repräsentierten). Es wird konkret Es fällt auf, dass inzwischen immer mehr konkrete politische Vorschläge aus der Bewegung kommen: so gibt es eine Erklärung der Rechte der Lagune von Venedig, die in einem partizipativen Prozess von der Zivilgesellschaft erarbeitet wurde. Im Sejm, dem polnischen Parlament wurde eine Initiative zu Anerkennung der Oder/Odra als Rechtssubjekt diskutiert. Und in Berlin selbst sammelt eine Bewegung Unterschriften für die Rechte der Spree. Ab 13. Oktober werden dann auch erste Unterschriften gesammelt für eine Europäische Bürgerinitiative zu den Rechten der Natur. Diese Hürde zumindest hat die Reuss schon genommen und kann in naher Zukunft Geschichte schreiben und das erste eidgenössische Gewässer mit Eigenrechten werden. Erwähnte Aktivitäten: |
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September 2026
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