<![CDATA[Rechtsperson REUSS - Blog]]>Fri, 09 Jan 2026 01:24:21 +0100Weebly<![CDATA[Rechte fuer Wildbienen]]>Wed, 07 Jan 2026 19:43:45 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/rechte-fuer-wildbienen
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Grundrechte und Rechtspersönlichkeit für stachellose Bienen im Amazonasgebiet

Stachellose Bienen sind die ersten Insekten, denen Grundrechte und Rechtspersönlichkeit gewährt wurden.
Im Gegensatz zu europäischen Honigbienen haben diese Wildbienen keinen Stachel. Sie sind wichtige Bestäuber und damit bedeutsam für die Artenvielfalt, zum Schutz der Wälder und zur globalen Ernährungssicherheit.
Die peruanischen Gemeinden Satipo und Nauta haben 2025 entschieden diesen Bienen das Recht zu existieren und zu gedeihen zuzugestehen. Die Verordnungen begründen die Verpflichtung zum Erlass von Massnahmen zum Schutz der Bienen, einschließlich der Wiederaufforstung und Wiederherstellung ihres Lebensraums oder strengere Vorschriften für die Anwendung von Pestiziden und Herbiziden.
In Peru sind die Wildbienen einer tödlichen Kombination aus Klimawandel, Abholzung und Pestiziden sowie der Konkurrenz durch europäische Bienen ausgesetzt.
Diese Verordnungen sind das Ergebnis einer Forschungs- und Schutz-Kampagne unter der Leitung von Rosa Vásquez Espinoza, Gründerin von Amazon Research Internacional.
Die Biologin Espinoza untersuchte zu Beginn den Honig dieser Bienen und war von dessen entzündungshemmenden, antiviralen, antibakteriellen und antioxidativen Inhaltsstoffen begeistert. Sie begann sich in Zusammenarbeit mit indigenen Völkern vermehrt für diese älteste Bienenart auf dem Planeten zu interessieren. Ungefähr die Hälfte der weltweit 500 bekannten Arten lebt im Amazonasgebiet, wo sie für die Bestäubung von mehr als 80 % der Flora verantwortlich sind, darunter Nutzpflanzen wie Kakao und Kaffee.
Bei ihrer Arbeit erfuhr Espinoza, dass die Bienen immer schwieriger zu finden seien. Ihre chemischen Untersuchungen des Honigs zeigten, dass dieser Spuren von Pestiziden enthielt. Obwohl die Bienen in Gebieten weit entfernt von Landwirtschaftsgebieten lebten, in denen diese Pestizide verwendet werden.
Zur Zeit wird mithilfe einer Petition versucht, ein entsprechendes Gesetz landesweit in Peru einzuführen. Auch andere Länder zeigen Interesse an dieser Form des Wildbienenschutzes, zum Beispiel die Niederlanden. Denn grundsätzlich wäre ein grundlegender rechtlicher Schutz auch in Europa notwendig, wo sich die Anzahl der vom Aussterben bedrohten Wildbienenarten in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat.
 
Quellen:
AVAAZ
The Guardian
GARN
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<![CDATA[Reuss-weihung]]>Fri, 12 Dec 2025 16:28:33 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/reuss-weihung
Anton Reichmuth (links) und Roy Freemann (rechts) anlässlich ihrer Reuss-Einweihung

Prost Reuss!

Die Klimagrosseltern Zentralschweiz haben nicht nur tatkräftig bei der Unterschriftensammlung für die Reuss-Initiative mitgeholfen. Die beiden Klimagrossväter Roy Freemann und Bruder Anton Reichmuth haben das Erreichen der 5000 notwendigen Unterschriften am Ufer der Reuss auch gebührend gewürdigt.
Mit der alten Tradition der Einweihung haben sie, so Bruder Anton, die Reuss „als lebendige Schwester» in ihrem Bewusstsein und Herzen willkommen geheissen. «Ich werde alles daransetzen, dass meine menschlichen und nicht-menschlichen Schwestern und Brüder und ich selbst dich als Person und Subjekt mit eigener Rechtspersönlichkeit schätzen und ehren.»
Zum Abschluss gab es dann ein «Prost!» auf die Reuss.
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<![CDATA[Ecuador]]>Fri, 12 Dec 2025 16:24:31 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/ecuador

Angriff auf die Rechte der Natur abgewehrt

Am 16. November fand in Ecuador ein Referendum statt unter anderem mit der Frage, ob ein Verfassungsgebungsprozess eingeleitet werden soll, der eine Neufassung der Verfassung von 2008 vorsah. Die ecuadorianische Verfassung ist die weltweit erste, in welcher die Rechte der Natur verankert sind.
Das Referendum zu dieser Frage stellte ein ernsthaftes Risiko für die verfassungsrechtliche Anerkennung der Rechte der Natur dar.
62 Prozent der stimmberechtigten Ecuadorianerinnen und Ecuadorianer lehnten den Verfassungsvorschlag ab «ein Zeichen für überwältigendes Misstrauen gegenüber weiteren institutionellen Brüchen», so Natalia Greene, globale Direktorin der Global Alliance for the Rights of Nature. Und weiter «Als Ecuador 2008 die Natur als Rechtssubjekt anerkannte, haben wir einen völlig neuen rechtlichen und ethischen Horizont eröffnet – einen, der einen echten Paradigmenwechsel ermöglichte. Dieser Schritt ermöglichte es, Ökosysteme wie Los Cedros, den Vilcabamba-Fluss und den Machángara-Fluss vor Gericht nicht als auszubeutende Ressourcen, sondern als Lebewesen mit intrinsischem Wert zu verteidigen.», so Natalia Greene.

Quelle: Natalia Greene, No to Noboa, Yes to Rights of Nature, 24.11.2025


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<![CDATA[pestizid im grundwasser]]>Sun, 30 Nov 2025 13:04:12 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/pestizid-im-grundwasser
Bild: Rechtsperson Reuss / AI
Das Online-Magazin Republik bietet einen aktuellen politischen Überblick über die Situation des Grundwassers. Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats habe festgestellt, «dass einige Kantone ihre Pflichten, das Trinkwasser sauber zu halten, in den Wind schlugen. Der Bundesrat musste also handeln. Er hat entschieden, dass die Wasserversorger mehr unternehmen sollen, um die Zuströmgebiete zu schützen. Das sind die Gebiete, aus denen etwa 90 Prozent einer sogenannten Grundwasserfassung durch versickertes Regenwasser gebildet werden.»
Die Kantone hätten erst einen Zehntel dieser Zuströmbereiche definiert.
Die Republik meldet zudem, dass der Bund bei drei giftigen Pflanzenschutzmitteln keine Grenzwerte festlegen will. «Es handelt sich um Deltamethrin, Foramsulfuron und Lambda-Cyhalothrin. […] Mit Deltamethrin und Lambda-Cyhalothrin würden allerdings just jene beiden Stoffe ausgeklammert, welche ‘’aus ökotoxikologischer Sicht am giftigsten’’ seien, kritisiert der WWF.»
Oder wie es Kantonschemiker Kurt Seiler gegenüber srf formuliert: «Ein Tropfen von einem Produkt mit Deltamethrin kann einen ganzen Bach vergiften».
Die bürgerliche Mehrheit im Parlament habe vor der Abstimmung über die Trinkwasser­initiative versprochen, mehr für den Grundwasserschutz zu unternehmen. Nun geschehe das exakte Gegenteil, so die Republik.
Ausdrücklich genannt wird der Vorstoss des Luzerner Mitte Politikers Leo Müller, der es für den Bundesrat schwieriger machen möchte, Pflanzenschutzmittel zu verbieten. Und FDP-Ständerätin Johanna Gapany, verlangt in Ihrem ihrem Antrag, dass Pestizidrückstände in Gewässern weniger oft gemessen werden.
 
Quellen:
Rösti kämpft für Pestizide. Das Wichtigste aus dem Bundeshaus. Republik 27.11.2025 
Departement Rösti: Kein Grenzwert für hochgiftiges Insektizid, srf, 5.2.2025

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<![CDATA[Museum Luzern]]>Thu, 23 Oct 2025 13:51:03 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/museum-luzern

Infotafeln zur Rechtsperson reuss


Der Verein Rechtsperson Reuss und die Reuss-Initiative werden im Museum Luzern im Rahmen der Demokratieausstellung als Beispiele erwähnt.

Die Demokratieausstellung des Museums Luzern ("Was wiegt Demokratie? Die Rechte von Natur und Mensch) führt über mehrere Stationen zu brisanten, aktuellen Fragen der Demokratiedebatte. Dabei werden die Besucherinnen und Besucher aufgefordert bei Abstimmungsboxen ihre Meinung zu äussern.
Bei der Demokratie-Station 11 gibt es auf der Abstimmungsvitrine neu zwei Tafeln, welche den Verein «Rechtsperson Reuss» und die "Reuss-Initiative" erwähnen. 
Bei der Abstimmungsfrage der Demokratie-Station 11 wird unter anderem gefragt: «Haben wir das Recht, einen Baum zu besitzen, und sollen Pflanzen oder Flüsse eigene Rechte haben?».
Da die "Reuss-Initiative" genau diese Frage beantworten will, stellt sie eine aktuelle Verbindung zwischen der Museums-Ausstellung und der Luzerner Bevölkerung her, welche dereinst zu dieser Frage wird Stellung nehmen müssen: Sollen Gewässer im Kanton Luzern eine eigene Rechtspersönlichkeit und Grundrechte haben.

Weitere Informationen:
Museum Luzern / Was wiegt Demokratie?

Reuss-Initiative

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<![CDATA[House of Lords]]>Thu, 23 Oct 2025 12:42:56 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/house-of-lords

Rechte der Natur im englischen Parlament

Im britischen House of Lords hat Baroness Natalie Bennett einen Gesetzesentwurf (eine private member’s bill) über die Rechte der Natur eingerecht.

Gemäss Guardian ist dies ein radikaler Vorschlag zur Änderung des rechtlichen Status der Natur. 
Der Gesetzentwurf ziele darauf ab, den Grundsatz, dass es ohne Respekt vor der Natur keinen dauerhaften wirtschaftlichen Fortschritt und keine soziale Gerechtigkeit geben kann, gesetzlich zu verankern. Der rechtliche Status der Natur soll sich von Objekt/Eigentum/Ressource zu einem Rechtssubjekt mit eigenen Rechten ändern.

Im Guardian wird Mumta Ito, Gründerin von Nature's Rights, die den Entwurfsprozess des Gesetzes geleitet hat, mit den Worten zitiert:
„Wir streben eine grundlegende Veränderung in der Gesetzgebung und Politikgestaltung an“, sagte . „Wir müssen ein neues Bewusstsein in der Gesetzgebung verankern, mit Gesetzen, die die Natur als Grundlage des Lebens schützen.“

Quelle: Jonathan Watts, The Guardian, 23.10.2025


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<![CDATA[Reuss in Amsterdam]]>Wed, 01 Oct 2025 17:29:37 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/reuss-in-amsterdam
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Eröffnungsabend mit dem Autor von "Sind Flüsse Lebewesen?", Robert Macfarlane; im Interview mit Kees Foekema. (Foto: Jan Boeve)

Die Reuss mündet in die Nordsee

Mitglied Julian Purmann berichtet von der Confluence 2025 in Amsterdam (21.-24.9.2025) an welcher er als Vertreter des Vereins Rechtsperson Reuss teilgenommen hat.

Das Wasser der Reuss fliesst über Aare und Rhein schliesslich in die Nordsee. Doch beim diesjährigen Treffen der Confluence of European Water Bodies in der vergangenen Woche floss die Reuss dort direkt mit einer ganzen Reihe europäischer Flüsse, Seen, Lagunen und Meere zusammen. Die Confluence of European Water Bodies ist eine europäische Bewegung von Umweltschützer*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, die auf vielfältige Weise für die Rechte ihrer Gewässer eintreten. Dass die Bewegung für die Rechte der Natur in Europa wächst, war auch dieses Jahr an den zahlreichen neuen vertretenen Gewässern erkennbar, von der Ostsee über den Norditalienischen Alpenfluss Tagliamento zur Lagune de la Janda in südspanischen Andalusien.
Die Organisator*innen der niederländischen Embassy of the North Sea (Botschaft der Nordsee) haben im Amsterdam und dem nahegelegenen Bergen an Zee ein vielfältiges Programm gestaltet. Ein besonderes Highlight war die Eröffnung der Konferenz durch den britischen Schriftsteller Robert Macfarlane, der vor kurzem ein sehr lesenswertes Buch zu den Rechten von Flüssen geschrieben hat («Sind Flüsse Lebewesen?», 2025 erschienen im Ullstein Verlag). In einer Reihe von Workshops, unter anderem organisiert von der Freien Universität Amsterdam, wurden Fragen zur Regeneration und rechtlichen Anerkennung und Repräsentation von Gewässern diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht, Freundschaften geschlossen und neue Ideen gesponnen. Abgeschlossen wurde die dreitägige Veranstaltung durch die feierliche Gründung der internationalen Doggerbank Coalition, die der schwer geschädigten, aber für die Artenvielfalt der Nordsee enorm wichtigen Sandbank eine Stimme in der Öffentlichkeit geben soll.
Die Reuss fliesst also bei weitem nicht allein auf ihrem Weg zur Rechtsperson. Im nächsten Jahr, hoffentlich mit noch mehr Gewässern, geht die Reise zur nächsten Confluence an die Spree nach Berlin.

Video der Eröffnung der Confluence of Water Bodies 2025 in Amsterdam
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<![CDATA[Eselpreis]]>Sun, 21 Sep 2025 14:02:39 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/eselpreis
Eselpreisträgerin Kantonsrätin Rahel Estermann. Der Preis wurde ihr von alt-Nationalrat Hans Widmer vom Forum für Ethik und Ökologie überreicht.

Eselpreis für beharrlichkeit

Die Eselwanderung zum Eidgenössischen Bettag wurde vom Forums für Ethik und Ökologie organisiert. Es nahmen mehrere Mitglieder des Initiativkomitees der Reuss-Initiative und Mitglieder des Vereins Rechtsperson Reuss teil. 
Einem Mitglied des Initiativkomitees, Kantonsrätin Rahel Estermann, wurde eine besondere Ehre zuteil. Ihr wurde für ihren beharrlichen und vorausschauenden Einsatz für die Natur, der Eselwanderpreis überreicht. In seiner Laudatio, lobte alt-Nationalrat Hans Widmer, die Politikerin Rahel Estermann auch für den Einsatz im Rahmen der Digitalisierung unserer Gesellschaft; eine Herausforderung, welche ebenfalls  Beharrlichkeit und innerer Treue erfordert. Als Symbol für diese Eigenschaften steht  der Esel, der an diesem Tag nicht nur durch den Wanderpreis, sondern auch durch die beiden Esel Balou und Mirro vertreten war. Sie begleiteten die Wandergruppe der Reuss entlang und sorgten für die notwendige Entschleunigung.
Seelsorgerin Gaby Kuhn erwähnte in ihrer Predigt den Verein Rechtsperson Reuss, der sich für die Rechte der Natur im allgemeinen und die Rechte der Reuss im besonderen einsetzt. Solche Initiativen gäben Hoffnung in Zeiten, in denen viele resignieren.
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<![CDATA[Eselwanderung]]>Wed, 27 Aug 2025 19:13:44 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/eselwanderung
Unsere Partnerorganisation, das Forum für Ethik und Ökologie organisiert am Bettag, 21. September 2025, eine Eselwanderung an der Reuss entlang. Sie unterstützen damit unter anderem auch die Reuss-Initiative. 
Gastgeber sind die Luzerner Landeskirchen, die islamische Gemeinde Luzern und der Kanton Luzern. "Entlang der Reuss verbindet der Anlass Natur, Spiritualität und Solidarität", so die Organisatoren in ihrer Einladung. 
Die Wanderung, deren Tempo die beiden Esel Balou und Mirro bestimmen, führt über mehrere Etappen der Reuss entlang. 
Bei der dritten Etappe am Stauwehr Rathausen, kann der Verein Rechtsperson Reuss, die Reuss-Initiative vorstellen.
Wer teilnehmen will, kann sich beim Forum für Ethik und Ökologie anmelden:  info@ethik-forum-luzern.ch / +41 76 537 60 20  Details sind dem detaillierten Programm unten  zu entnehmen.
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<![CDATA[Rechtspersönlichkeit]]>Thu, 24 Jul 2025 12:18:54 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/rechtspersoenlichkeit

Anerkennung der Rechte der Natur in der Schweiz

Die Bedeutung des Rechts auf Rechte, wie man die Rechtspersönlichkeit auch umschreiben kann, wird von vielen immer wieder unterschätzt. Sie kann, wie ein aktueller Fall zeigt, sogar Wirkung über die Landesgrenzen hinaus entfalten.

Das erste Gewässer, welches in Europa mit Rechtspersönlichkeit ausgestattet wurde, ist die Lagune "Mar Menor" in Spanien. Die spanische Gesetzgebung sieht vor, dass jede natürliche und juristische Person das Ökosystem vertreten und für die Rechte der vom Klimawandel bedrohten Salzwasserlagune einstehen darf. Im Juli 2025 hat sich eine natürliche Person als Rechtsvertretung des Mar Menor an den Bund gewandt. Gestützt auf das Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (BGÖ) und die Aarhus-Konvention (AK) wurde beim Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) ein Zugangsgesuch zu Dokumenten gestellt.

Die Rechtsvertretung des Mar Menor verlangte vom SIF die Anerkennung des Ökosystems als Rechtssubjekt in der Schweiz und die Feststellung der Vertretungsbefugnis. Als Begründung des Begehrens verweist die gesuchstellende Person auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts: «Ein ausländisches Gebilde, das nach seinem Recht als juristische Person verfasst und damit Träger von Rechten und Pflichten ist, geniesst in der Schweiz Rechtsfähigkeit und folglich auch Parteifähigkeit (BGE 138 III 714 E. 3.3.4; vgl. auch BGE 135 III 614 E. 4.2).»

Nach entsprechender Prüfung heisst das SIF beide Rechtsbegehren gut. Die Bundesverwaltungsbehörde erkennt das spanische Ökosystem als Rechtssubjekt an: 
« Unter Berücksichtigung Ihrer Ausführungen in der genannten Stellungnahme insbesondere zu Art. 6 BGÖ und den darin verankerten weitgehenden subjektiven Informationsanspruch («Jede Person») (...) sowie die Ausführungen in Ihrer Stellungnahme zur Rechts- und Parteifähigkeit von Mar Menor als ausländische juristische Person sind wir bereit, das vorliegende informelle Verfahren um Zugang zu amtlichen Dokumenten mit Mar Menor als Gesuchsteller weiterzuführen.»

Dieser Entscheid zeigt einmal mehr, wie wichtig die Rechtspersönlichkeit in unserem Rechtssystem ist. Die Anerkennung als Rechtssubjekt stellt eine notwendige Voraussetzung dar, um überhaupt seine Rechte wahrnehmen zu können. Es ist erfreulich, dass die Bundesverwaltung die Natur als Rechtssubjekt anerkennt, soweit ihr diese zugesprochen wurde.



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