<![CDATA[Rechtsperson REUSS - Blog]]>Mon, 17 Aug 2026 21:44:34 +0200Weebly<![CDATA[Avon-Charta]]>Mon, 17 Aug 2026 15:01:16 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/avon-charta

Grundrechte für den avon


Der Stadtrat von Bristol (England) hat die Avon-Charta verabschiedet und damit die Rechte des Avon auf Gesundheit und Lebenskraft anerkannt. Der Name „Avon“ ist keltischen Ursprungs, das Wort für Fluss. Der Avon fliesst durch die Städte Bath und Bristol und mündet in den Severn, dessen Wasser sich via keltische See in den atlantischen Ozean ergiesst.
Die Avon-Charta nennt sieben Rechte, darunter das Recht auf Vertretung und Fürsprache sowie die Schaffung neuer Ämter in den Kommunalräten, die speziell dafür vorgesehen sind, bei Entscheidungsprozessen für den Fluss einzutreten.
Bristol hat ein Amt geschaffen, dessen einzige Aufgabe darin besteht, den Avon zu vertreten.
Die weiteren sechs Rechte sind: das Recht auf natürliches Bestehen, auf nachhaltigen Flusslauf, auf Freiheit von Verschmutzung, auf die Unversehrtheit der Artenvielfalt, auf Verbindung zur Gemeinschaft sowie auf Regeneration und Wiederherstellung.
Die Charta ist nicht rechtsverbindlich. Sie zielt darauf ab im Rahmen des bestehenden Umweltrechts die nationale Politik mitzugestalten.
Neben Bristol haben bereits fünf weitere Gemeinden (Winsley, Bath & North East Somerset, Keynsham, Bradford-on-Avon und Corton) die Avon-Charta verabschiedet.

Quellen: Text GARN, Bild GoogleMaps

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<![CDATA[Dialog der Gewässer]]>Sat, 15 Aug 2026 14:56:21 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/dialog-der-gewaesser

Rechtsperson Reuss an der Loisach

Das Loisachbündnis lädt vom 12.-18. September 2026 Botschafter und Botschafterinnen aus Aotearoa Neuseeland und Spanien nach Tirol und Bayern zu einer einwöchigen wandernden Konferenz ein. Vertreter und Vertreterinnen der Maori vom Whanganui River und der Lagune Mar Menor werden sich mit Flussanrainern und Flussanrainerinnen sowie Fachleuten im Loisachtal zum Austausch treffen zum Thema «Rechte der Natur» und zu einem DIALOG DER GEWÄSSER.
 Der Whanganui River in Aotearoa Neuseeland wurde 2017 durch Gesetz als Rechtsperson anerkannt und gilt heute als einer der international bekanntesten Fälle der Rechte der Natur. Māori, die entlang des Flusses wohnen begreifen den Fluss als Ahnen, Die Salzwasserlagune Mar Menor in Spanien ist das erste Gewässer in Europa mit einer eigenen Rechtspersönlichkeit. Wird die Reuss-Initiative angenommen, wäre sie der erste Fluss in Europa mit einer eigenen Rechtspersönlichkeit.
Während Rechte der Natur für unser Recht revolutionär klingen mach, ist es vor allem für viele indigene Völker selbstverständlich. Sie verstehen Menschen, Tiere, Pflanzen, Gewässer und Landschaften als miteinander verbunden.
Auch die Reuss wird Teil dieses Austausches sein. Im Rahmen des Treffens finden neben internen Fachgesprächen und Führungen einige öffentliche Veranstaltungen statt, unter anderen am 15. September 2026 | 19:00 Uhr im Kloster Benediktbeuern, Don Bosco Saal (freier Eintritt). Das Loisachbündnis lädt zu einem DIALOG DER GEWÄSSER ein.
Programm:
Performance: Ruth Geiersberger
Begrüssung: Claus Biegert und Stefanie Zoche
Thematische Einführung: Matthias Kramm und Tina Rametsteiner 
Vorträge: Keria Ponga und Jade Mills (Whanganui River), Eduardo Salazar (Lagune Mar Menor), Lena Oberndorfer und Greta Lukasser (Isel), Markus Schaerli (Reuss)
Musik: Liam O'Maonlai und das Duo HafnerBurgmayr
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<![CDATA[Blue Community]]>Sun, 12 Jul 2026 12:28:09 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/blue-community

Rechtsperson Reuss: Teil der Blue Community

Der Verein Rechtsperson Reuss ist Teil der Blue Community geworden. Der Verein setzt sich für die vier Grundsätze der Blue Community ein. Eine Blue Community...
1. anerkennt Wasser als Menschenrecht
2. setzt sich dafür ein, dass Wasserdienstleistungen in der öffentlichen Hand bleiben
3. fördert den Konsum von Leitungswasser anstelle von Flaschenwasser
4. pflegt Partnerschaften mit internationalen Partnern, die sich für öffentlich-öffentliche Kooperationen einsetzen.

Mit der Lancierung und Unterstützung der Reuss-Initiative wollen wir das Recht der Menschen, aber auch das Recht der Gewässer auf sauberes Wasser einfordern.
Wir konzentrieren uns auf den Rechtsstatus der Gewässer, weil damit wirkungsvoll weitere Ziele erreicht werden können. Die Rechtspersönlichkeit der Gewässer trägt zu deren Schutz und damit zu deren Sauberkeit und Existenz bei. Dem Grundwasser würde es mit einer Annahme der Reuss-Initiative zum ersten Mal möglich sich gerichtlich gegen seine Verschmutzung zu wehren.
Wir können auch im Kleinen zu den Zielen der Blue Community beitragen. Bei Sitzungen und Veranstaltungen wird, wenn immer möglich, Leitungswasser angeboten und konsumiert.

Am Samstag, 24. Oktober 2026 um 15 Uhr, wird dem Verein Rechtsperson Reuss im Naturhistorischen Museum in Bern das Zertifikat als Blue Community überreicht werden.

Am 15. Juni 2026 erhielt der Verein Besuch von der Blue Community Ambassadorin Erin O’Donnell (Assistenzprofessorin an der University of Melbourne Law School) und Blue Community Coordinator Roland Brunner in Luzern.
Erin O'Donnel (Blue Community Ambassador), Markus Schärli (Verein Rechtsperson Reuss) Foto: Roland Brunner

Wir haben zusammen einen Aufruf entworfen, den unsere Unterstützerinnen und Unterstützer auf ihr lokales Gewässer anwenden können. Hier ein erster Entwurf für die Reuss. 
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<![CDATA[L'Orbe vivante]]>Sat, 16 May 2026 09:16:09 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/lorbe-vivanteNeuer Partnerverein – L'Orbe Vivante  
Nach einem Treffen an der Jahresversammlung des Vereins L'Orbe vivante, sind wir mit einem weiteren Verein vernetzt, welcher sich für den Schutz eines Gewässers einsetzt.
 
Das Wasser der Orbe und der Reuss fliessen bei Windisch, dort wo sich Aare, Reuss und etwas später die Limmat verbinden, zusammen.
Die Orbe entspringt in Les Rousses in Frankreich und versickert beim Lac de Joux. Einige Kilometer weiter tritt sie in den Höhlen von Vallorbe wieder an die Oberfläche. Ihr natürlicher Fluss ist längst von Staudämmen und Rohrleitungen gestört. Immerhin fliesst noch ein Teil des Flusses durch die Orbe-Schlucht, eine wilde Flusslandschaft. In der Ebene mündet sie in die Stadt Orbe. Flussabwärts vereint sie sich mit der Thièle, welche bei Yverdon in den Neuenburgersee mündet.
Der Verein L’Orbe vivante setzt sich für den Schutz der Orbe ein. Denn, auch wenn die Orbe zu den Flüssen mit guter Wasserqualität gezählt wird, ist sie mit zahlreichen Problemen konfrontiert, die mit landwirtschaftlicher Verschmutzung, Mikroverun–reinigungen, unzureichender Wasserführung, fehlenden Rückzugsmöglichkeiten für Fische sowie hohen Temperaturen (mangelnder Schatten und Wassermangel) zusammenhängen. In aufwändiger Arbeit reinigt der Verein den Fluss von Abfällen, welche durch achtlose, verantwortungslose Zeitgenossen in der Natur zurückgelassen werden.
Leider kann sich der Fluss gegen schädliches Verhalten nicht wehren, weshalb sich auch der Verein L’Orbe vivante für unser Anliegen, dem Fluss eigene Persönlichkeitsrechte und Grundrechte zu geben, interessiert. Der Verein Rechtsperson Reuss wurde deshalb im April 2026 an deren Jahresversammlung zu einem Vortrag eingeladen. Damit wurde auch die neue Partnerschaft besiegelt.
v.l.n.r.: Markus Schärli (Reuss), Christophe Estermann und Christian Lambercy Co-présidents (Orbe) Photo: Helen Reinhard
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<![CDATA[Wildnis]]>Sat, 21 Mar 2026 19:37:42 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/wildnis

Die Wildnis in uns

Das neue Buch von Torsten Schäfer, einem Hochschullehrer und Autor der sich schwerpunktmässig mit Umweltjournalismus beschäftigt, heisst „Die Wildnis in uns. Von ungezähmter Natur und inneren Landschaften".
Auf seiner Suche nach den Verbindungen zur Natur, der Natur in uns, besucht er Landschaften und nimmt die Leserinnen und Leser mit auf seine Begegnungen mit Natur und Menschen, die sich der Natur ebenfalls auf eine besondere Art verbunden fühlen. Torsten Schäfer schreibt von einer Sehnsucht zu erkunden, „was es damit auf sich hat, wenn sich Menschen und Tiere vermischen, in Geschichten, im Denken der europäischen Ureinwohner. Fragen schießen mir durch den Kopf: Was ist davon noch übrig? Was ist an dieser Sicht auf die Welt anders? Und wie verändert sich meine Sicht auf „Natur“, wenn ich mich damit tiefergehend beschäftige?“
So begegnen wir in seinem Buch den Sami, einem indigenen Volk im Norden, ihrem spezifischen musikalischen Ausdruck, dem Joik, in welchem sich die Sängerin mit einem Naturwesen identifiziert, einem Baum, einem See oder einem Tier. (Playlist mit Joiks)

So intensiv die Beziehung, so klar auch die Regeln: Fischen und Geben. Teilen und Danken als Pfeiler der Kultur, für den es Orte gibt, welche die Sami „Sieidi“ nennen. Orte, an denen sie, als Dank an die Naturwesen, Gaben hinterlassen.

Zurück an „seinem“ Fluss, der Modau, im Kapitel Flussleben, klingen diese Eindrücke nach.
In der Modau kämpfen die Fische mit den gleichen Problemen wie die Fische im Kanton Luzern: Chemikalien und Gülle, welche das Wasser belasten und Bauwerke, welche die wandernden Fische von ihren Laichgründen abschneiden. Torsten Schäfer beschreibt aber auch Gefahren, welche einem Laien kaum bekannt sind. Schlamm, der die Eier der Forelle in der Laichgrube ihrer Eltern zerstört. Der Grund, die ausgetrockneten, harten Böden können das Wasser nach starkem Regen nicht aufsaugen, Schlammfluten ergiessen sich in die Bäche und Flüsse, sinken auf die Kiesbänke und verkleben sie. Kein Sauerstoff bedeutet kein Leben mehr für den Laich von Fischen wie Elritze, Bachforelle oder Groppe. Auch für Köcherfliegenlarven oder Bachflohkrebse bedeutet es den Tod.
Das müsste nicht sein, so Torsten Schäfer. „Flüsse konnten sich früher selbst leichter reinwaschen, sie waren ungezähmt und wild, ihre Selbstreinigungskraft groß. Doch sie ist ihnen genommen worden, weshalb der Schlamm eine Gefahr ist, die kaum jemand diskutiert, auch die Umweltverbände nicht.“

Das Buch ist denn auch ein Aufruf, sich vermehrt mit der „eigenen“ Wildnis auseinanderzusetzen. Dies dürfte unterstützt werden, durch den, wie es Torsten Schäfer nennt, „Heimatbach-Effekt“, die Freude der Menschen „wenn sie sich an den Bach oder auch Teich ihrer Kindheit erinnern. Es ist ein natürlicher, tiefsitzender Erinnerungsort, der ihnen viel bedeutet.“
Es wird sich zeigen, inwiefern dieser Heimatbach-Effekt auch für die Reuss-Initiative eine Rolle spielen wird, wenn sich die Menschen im Kanton Luzern eine gesunde, wilde kleine Emme, Reuss, Wyna, Ron und wie sie alle heissen, wünschen.
 
Torsten Schäfer, Die Wildnis in uns. Oekom Verlag, 2026 
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<![CDATA[Vernehmlassungen]]>Fri, 06 Mar 2026 15:25:14 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/vernehmlassungen

Rechtsperson Reuss fordert konsequenzen

Unser Verein hat zu zwei Vernehmlassungen im Bereich Gewässer Stellung bezogen. Die Stellungnahmen betreffen die Vernehmlassung zur Revision des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG) und die Vernehmlassung zur Strategie Wassernutzung und Wasserversorgung (Wasserstrategie) des Kantons Luzern.

Eidgenössisches Gewässerschutzgesetz
Trotz Vorgaben des Bundes hat der Kanton Luzern die Gewässerschutzverordnung bezüglich Zuströmbereiche zum Schutz der Grundwasservorkommen nicht festgelegt, die Grundwasservorkommen bleiben belastet. Diese Vorgaben auf Gesetzesstufe zu verschieben, ändert nichts am Missstand. Die Luzerner Regierung handelt nicht.
Das Gewässerschutzgesetz muss deshalb bei der Festlegung von Zuströmbereichen, welche das Trinkwasser schützen, automatisch fixe Nutzungsbeschränkungen für Nitrat- und Pestizide festlegen. Zusätzlich muss zwingend eine Strafnorm vorgesehen werden, falls der zuständige Regierungsrat das Gewässerschutzgesetz nicht durchsetzt.

Kantonale Wasserstrategie
Bei der Definition der integralen Wasserwirtschaft fehlt die Biodiversität als wesentliches Element. Zudem fehlt bei der Aufzählung der Herausforderungen das Einzugsgebiets-management gemäss der Anleitung zur integralen Bewirtschaftung für die Praxis (BAFU 2012). Die Anwendung dieser Bundesrichtlinie auf die grösseren Flusseinzugsgebiete wie Kleine Emme, Wigger, Suhre, Pfaffneren und Reuss muss ergänzt werden.
Bei der statistischen Darstellung ist der Pflanzenbau aufzuschlüsseln in Pflanzenbau für die menschliche Ernährung und den Pflanzenbau für die Ernährung von Tieren. Zudem braucht es eine Aufschlüsselung nach biologischem und konventionellem Pflanzenbau und strategische Zielvorgaben zur Förderung des biologischen Pflanzenbaus, der die Gewässer massiv weniger belastet.
Zudem fordert der Verein Rechtsperson Reuss einen zusätzlichen Punkt «Kommunikation» in der Strategie. Die Behörden (Kantonschemiker, Umweltamt, Polizei) sollen verpflichtet werden, bei der Feststellung von Verunreinigungen, nicht erreichen von Qualitätsnormen, nicht einhalten von Grenzwerten, die Bevölkerung umgehend zu informieren. Geheimhaltungspflichten sind im Bereich der Gewässer fehl am Platz.
Zudem müssen Konsequenzen aufgezeigt werden, wenn die Verantwortlichen die Ziele verfehlen. Wir schlagen vor, dass ein Amtsenthebungsverfahren gegen den verantwortlichen Regierungsrat eingeleitet werden muss, wenn dieser mehr als 20% der selbst gesetzten Ziele verfehlt.

Der vollständige Text der beiden Vernehmlassungsantworten kann bei Interesse mit Mail beim Präsidenten bezogen werden.
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<![CDATA[Next Generations]]>Fri, 06 Mar 2026 14:43:12 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/next-generations

Next Generations als neuen Partner

Unser Verein hat einen neuen Partner, der unsere Ziele unterstützt. Next Generations ist eine Schweizer Unternehmungs-Netzwerk-Projektplattform, welche "Enkelinnen- und Enkeltaugliche" Geschäftsmodelle, Produkte und Events zusammen entwickelt und umsetzt. Das Motto der Organisation: "Eifach Zäme mache".

Als Enkeltauglich / Enkelinnentauglich bezeichnet Next Generations Produkte, Dienstleistungen, Projekte, Prozesse und Handlungen, welche die Lebensgrundlage (ökologisch, sozial und ökonomisch) für die jetzigen und zukünftigen Generationen erhalten oder verbessern.

Unter dem Motto Gemeinsam = Eifach zäme mache, setzt Next Generations auf die Schwarmintelligenz. "Wir helfen uns gegenseitig beim Entwickeln sowie bei der Umsetzung von Produkten, Dienstleistungen, Projekten und Events.
Next Generations ist ein unabhängiges parteiloses Netzwerk.

Webseite von Next Generations
Die Werte von Next Generations
Projekt Ünsches Wasser
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<![CDATA[Bauernkartell]]>Mon, 23 Feb 2026 12:05:47 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/bauernkartellDas Bauernkartell hat wieder zugeschlagen
Die Rundschau des Schweizer Fernsehens hat nicht nur aufgezeigt, wie Landwirtschaftsvertreter hinter verschlossenen Türen Druck auf die Bundesverwaltung ausübten, um Grenzwerte für das hochgiftige Delthametrin und drei weitere Pestizide zu verhindern. Die Sendung hat auch aufgezeigt, dass das Bundesamt für Justiz das Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK darauf aufmerksam macht, dass sich das UVEK damit gesetzeswidrig verhält. «Wir machen Sie darauf aufmersam, [...] dass das UVEK an Verfassung und Gesetz gebunden ist.»
Nun ist längst bekannt, dass das Gewässerschutzgesetz nicht nur von Bauern nicht eingehalten wird, sondern, dass auch die kantonalen Behörden im Kanton Luzern, dem Gesetz keine Nachachtung verschaffen – obwohl auch das Bau, Umwelt und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern an Verfassung und Gesetz gebunden wäre.

Solange die Gewässer keine Rechtspersönlichkeit und Grundrechte haben, wie von der Reuss-Initiative gefordert, kann sich das Bauernkartell erfolgreich um die Gesetze foutieren. Das Bauernkartell hat nichts zu befürchten, solange es die Entscheide in Parlament und Verwaltung zu seinen Gunsten beeinflussen kann, weil sich die Gewässer nicht wehren und die Einhaltung der Gesetze vor Gericht nicht einfordern können.
Und so werden auch im Kanton Luzern Kartellinteressen der Bauern höher gewichtet als wissenschaftliche Erkenntnisse und eine intakte Biodiversität.

Pestizide sind in der Landwirtschaft nicht alternativlos, wie Bio-Landwirtinnen und Landwirte seit längerem beweisen. Es ist zwar richtig, dass es sehr viel Wissen und Erfahrung braucht, um sensible Pflanzen, wie den Raps biologisch anzubauen (Mischkulturen, regenerative Landwirtschaft, Permakulturen usw.). Aber natürlich ist es einfacher an der Landwirtschaftsschule das Verspritzen von Gift zu vermitteln, anstatt anspruchsvolle Pflanzenwirtschaft.
Dass damit die biologische Vielfalt und die Fruchtbarkeit des Bodens zerstört und die Gewässer vergiftet werden, wie letzthin die Whyna bei Beromünster, wird vom Bauernkartell in Kauf genommen.
 
Quelle:
Rundschau srf, 18.2.2026  Bauern-Power, Wie Pestizid-Grenzwerte verhindert wurden.

srf, 18.2.2026, Bundesamt für Justiz sieht Verstoss gegen Gewässerschutzgesetz
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<![CDATA[Nicht-menschliche Opfer]]>Sat, 21 Feb 2026 20:14:18 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/nicht-menschliche-opferRECHTE NICHT-MENSCHLICHER OPFER
In ihrer Studie untersucht Anna Hatzius Sarramona vom YERA Hub die Rechte nicht-menschlicher Opfer.
Menschen, die Opfer einer Straftat werden, haben umfassende Opferrechte. Diese Rechte ermöglichen ihnen unter anderem Zugang zu Informationen, welche die Staatsanwaltschaft erhält, die Anhörung vor Gericht und die Gewährung von Entschädigungsmassnahmen.
Opferrechte seien wichtig, so Sarramona, weil «Strafverfahren nicht nur dazu dienen sollen, den Täter zu bestrafen, sondern auch den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.» Im Falle von Umweltverbrechen sei die Rolle der Opfer jedoch sehr begrenzt, da die überwiegend nicht-menschlichen Opfer nicht unter den traditionellen Opferbegriff fallen würden.
Das Strafrechtssystem sei von Natur aus anthropozentrisch. «Nur Menschen oder wirtschaftliche Gruppen von Menschen, wie z. B. Unternehmen, sind vor dem Gesetz Personen, und nur diejenigen, die vor dem Gesetz Personen sind, können Rechte haben.»
Deshalb sei es notwendig die Rechtspersönlichkeit auf natürliche Einheiten auszuweiten und ihnen damit Rechte zuzugestehen.
Die Umwelt und ihre (nicht-menschlichen) Bewohner seien nicht ausdrücklich von der Rechtsopferstellung ausgeschlossen, «sie wurden», so Sarramona, «lediglich nie berücksichtigt.»
Sarramona verweist auf den Tieranwalt in Zürich, der im Jahr 2010 in Zusammenhang mit der Einführung der Schweizer Strafprozessordnung abgeschafft wurde, weil ein solcher im Bundesrecht in vorgesehen war. 
Für den vollständigen Bericht siehe die Quelle unten.

Quellen:
Anna Hatzius Sarramona, YERA Hub, NON-HUMAN VICTIMS AND THEIR RIGHTS  
NZZ, Endgültiges Aus für den Zürcher Tieranwalt, 30.6.2010 [abgerufen am 21.2.2026]
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<![CDATA[reuss-Initiative Eingereicht]]>Thu, 15 Jan 2026 14:53:28 GMThttp://www.r-reuss.ch/blog/eingereicht

Der Verein Rechtsperson Reuss hat zusammen mit Partnerortganisationen die Unterschriften für die Reuss-Initiative eingereicht.

Die Einreichung der Unterschriften war ein Höhepunkt im noch jungen Vereinsleben. Wir konnten eine Verfassungsinitiative stemmen - auch dank der Mithilfe von Partnerorganisationen, wie den Grünen oder den Klimagrosseltern. 
Nun gilt es abzuwarten, welche Empfehlungen die Regierung innerhalb eines Jahres dem Kantonsparlament vorlegen wird.
Photos: Marianne Schulze
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